Weltweit ist das größte Problem im Kampf gegen die Malaria die schnelle Entwicklung von Resistenzen gegen die herkömmlichen Insektizide wie die Pyrethroide. Die Waffen gegen die Malaria-Überträger bzw. generell gegen die Stechmücken werden zunehmend stumpf. Daher führt das IfD regelmäßig Resistenzuntersuchungen im Hinblick auf Resistenzentwicklungen bei Bti durch. Es werden regelmäßig Resistenztests mit dem Hauptplageerreger Aedes vexans im Oberrheingebiet in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den USA vorgenommen. Dabei werden Stechmückenpopulationen bezüglich ihrer Empfindlichkeit gegen Bti verglichen, die zum einen seit nahezu 50 Jahren dem Selektionsdruck gegen Bti ausgesetzt sind und zum anderen mit Populationen, die niemals mit Bti bekämpft wurden. Bisher konnten keine Resistenzphänomene bei Bti beobachtet werden, was ein einzigartiges Merkmal von Bti ist. Es ist wahrscheinlich auf die Co-Evolution zwischen Bti und den Zielorganismen über Jahrmillionen zurückzuführen.
Auch die deutschen adulten Tigermücken wurden in speziellen WHO-Standard-Tests auf ihre Empfindlichkeit gegenüber dem Pyrethroid Permethrin getestet. Unsere Mücken sind bisher nicht gegenüber Permethrin resistent. Dies ist wichtig, weil man nicht ausschließen kann, dass es in naher Zukunft zu lokalen Übertragungen von Arboviren durch Aedes albopictus kommt und die infizierten Weibchen mit Permethrin bekämpft werden müssen. In Aedes albopictus wurde erstmals das Bakterium Wolbachia als Endosymbiont nachgewiesen. Werden Wolbachia-infizierte Männchen in einer Population freigesetzt, die aus Wolbachia-uninfizierten Weibchen oder aus Weibchen, die mit einem anderen Wolbachia-Stamm infiziert sind, so sind die Nachkommen aus einer solchen Paarung wegen der Cytoplasmatischen Inkompatibilität (CI) nicht lebendfähig: Daraus ergeben sich neue Bekämpfungsstrategien der Asiatischen Tigermücke oder auch von Culex pipiens. Die Arbeit ist beim Journal of the European Mosquito Control Association (JEMCA) eingereicht.
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