Projekt

CuliFo2 & 3

Weiterentwicklung biologischer Bekämpfungsstrategien gegen Aedes- und Culex-Arten mit Fokus auf die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) durch den Einsatz und die Optimierung mikrobieller Verfahren wie Bti.

CuliFo2 & 3

CuliFo II und III: Diese Projekte werden von dem „Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)“ finanziell gefördert und wurden im Anschluss an das CuliMo-Projekt initiiert. Bei diesem Konsortium mit ähnlichen Partnern wie im CuliMo-Projekt hatte das IfD die Aufgabe die integrierte biologische Bekämpfung von Aedes- und Culex-Arten in unterschiedlichen Habitaten zu entwickeln und so die biologische Bekämpfung z.B. mit mikrobiellen Formulierungen wie Bti und Lysinibacillus spaericus zu optimieren. Zudem war es das Ziel nach ergänzenden Bekämpfungsmaßnahmen zu suchen, die die Bekämpfung der invasiven Art Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) effektiver und nachhaltiger gestalten.

Aedes albopictus hat sich in weiten Teilen Süddeutschlands ausgebreitet, kommt aber inzwischen auch in Bonn, Köln oder Berlin vor. Ohne Bekämpfung kann die Massenvermehrung der Tigermücken schnell zu erheblichen Belästigungen führen, so dass die Menschen z.B. ihre Gärten nicht mehr nutzen können. Aedes albopictus ist ein sehr guter Überträger von Arbovirosen wie Dengue, Zika oder Chikungunya. Durch das häufige Auftreten der Tigermücken nimmt auch die Gefahr bodenständiger (autochthoner) Übertragungen dieser Viren zu, z.B. wenn Personen z.B. aus den Befallsgebieten in den Tropen in die Tigermücken befallenen Gebiete einreisen und eine Virämie entwickeln.

Diese Übertragungen werden bereits hundertfach im Mediterranen Raum beobachtet. Im Jahr 2025 kam es zu den ersten autochthonen Übertragungen von Chikungunya-Viren im Bereich von Strassburg im Elsass. Die Bekämpfung mit mikrobiellen Formulierungen wie den Eiweißen von Bti ist sehr selektiv, sodass in den Massenbrutstätten von Aedes albopictus wie Regenfässer mit Bti vornehmlich Stechmückenlarven abgetötet werden, Menschen und Tiere unbeschadet bleiben und somit die Biodiversität und die Nahrungspyramide nicht negativ beeinflusst werden. Allerdings werden die Bti-Eiweiße als Wirkstoff nach wenigen Wochen natürlich abgebaut, sodass sich die Wirkung meist nur auf drei Wochen beläuft.

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